Mit dem Hausboot bis in die Hauptstadt
Erholung, Entspannung und Naturerlebnisse vielfältiger Art – das alles und noch viel mehr bietet ein Urlaub auf dem Wasser. Unzählige Bäche, Flüsse und Seen ziehen besonders viele Wasserbegeisterte in die schier endlosen Wasserlandschaften Berlins und Brandenburgs. Wer in den Flusslandschaften dieser reizvollen Gegenden mit der Pénichette® unterwegs ist, dem offenbart sich die ganze Schönheit dieser eindrucksvollen Region.
Brandenburg bietet 3.000 Seen und mehr als 30.000 Kilometer Fließgewässer, die sich durch einsame Urwälder schlängeln, an zahllosen Schlössern und Palästen vorbeiführen und den Freizeitkapitän mitten in Berlin mit brodelndem Leben und zahlreichen Sehenswürdigkeiten verwöhnen. Vom Liegehafen im Fischerort Ketzin aus eröffnen sich die Märkischen und Berliner Gewässer zum einen, die Oberhavel und das Ruppiner Land zu anderen, um alle Möglichkeiten dieses abwechslungsreichen Reviers kennen zu lernen. Nur ein Hausbooturlaub bietet diese Freiheit: Gehen Sie einfach auf den Seen vor Anker und genießen Sie den bestirnten Himmel über einem natürlichen „Swimming Pool“. Oder nutzen Sie alle Annehmlichkeiten der Marinas mitten in beschaulichen Orten. Wer’s noch komfortabler liebt, wählt einen der kostenlosen Anlegeplätze in Berlin und erobert die Hauptstadt!
Von Brandenburg nach Berlin
Mit dem Hausboot beeindruckende Landschaften erkunden – das ist in Brandenburg ganz leicht, denn hier gibt es noch wahre Oasen der Natur, wo Biber, Seeadler und Otter leben. Auf welchem Gewässer Sie auch unterwegs sind, überall gibt es etwas zu bestaunen. Am Ostrand der Stadt Fürstenberg streift die Havel den Schwedtsee. Nach einem Besuch in der alten Flößerstadt Lychen und dem Weihnachtspostamt in Himmelpfort führt die Reise durch einen der schönsten Abschnitte: Die Obere Havel windet sich zwischen Himmelpfort und Burgwall in sanften Biegungen durch ein einzigartiges Naturschutzgebiet.
Der Wasserweg führt hier durch die Schorfheide, ein urwüchsiges Sumpf- und Waldgebiet mit Hochmooren und anderen Feuchtbiotopen. Hier wird von der Fischerei frisch geräucherter Fisch angeboten, den Sie unbedingt probieren sollten. Die Havel ist ein langer, ruhiger Fluss. Er entspringt in der Mecklenburgischen Seenplatte und durchfließt Brandenburg und Berlin. Mit 334 Kilometer Länge ist die Havel der längste rechtsseitige Nebenfluss der Elbe. Davon verlaufen 285 Flusskilometer in Brandenburg. Der größte Teil hiervon ist schiffbar. Wehre und Schleusen regulieren fast im gesamten Verlauf die Wassertiefe und Wasserführung.
Idyllische Landschaften
Wer mit dem Hausboot in Brandenburg unterwegs ist, sollte auch nicht versäumen, in Regow anzulegen. Liebhaber von Ziegenkäse kommen dort voll auf ihre Kosten, direkt an der Schleuse ist ein Hofmarkt. Auch Templin ist ein lohnenswertes Ziel. Mit seinen alten Häusern und der Stadtmauer konnte der Ort seinen romantischen Charakter bis heute bewahren. Kapitäne, die ihr Boot nach Westen lenken, gelangen in die Neuruppiner Gewässer. Dort erwartet die Besucher Natur pur.
Die Ruppiner Landschaft zwischen Neuruppin und Oranienburg präsentiert sich heute noch fast so idyllisch wie zu den Zeiten Fontanes. Die Stadt Neuruppin erhielt 1993 offiziell den Beinamen Fontanestadt, denn der bekannte Schriftsteller ist hier 1819 geboren. Cafés, Restaurants sowie kleine Läden und Geschäfte laden in der Fontanestadt zu einem Bummel ein.
Übrigens ist für diese Strecken kein Führerschein erforderlich: Erst ab Liebenwalde, beim Übergang auf den Havelkanal, benötigt man den Sportbootschein. Nach dieser Stippvisite könnte es weiter nach Osten gehen. Durch den Finowkanal gelangt man zum Schiffshebewerk von Niederfinow, einem Bauwerk, das in Europa als einmalig bezeichnet wird.
Die attraktive Metropole lockt
Die Hauptstadt Deutschlands lockt mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten. Viele Hauptstädte liegen am Wasser, aber nur eine darf auch mit Hausbooten befahren werden. In Berlin angekommen schippern Sie durch das Parlamentsviertel, am Reichstag vorbei zur Museumsinsel. 183 Kilometer langen innerstädtischen Wasserstraßen bieten bei wenig Schleusen ein perfektes Wegenetz, das fast besser funktioniert wie jede U-Bahn. Die Stadt verfügt über zwölf Wasserwege, mit denen man fast jede Attraktion der Hauptstadt erreichen kann.
Vom Wasser aus kann man einzelne Stadtteile wie zum Beispiel Charlottenburg oder Kreuzberg völlig neu entdecken. Berlin bietet viele günstig gelegene und kostenlose Anlegestellen für 24 Stunden. Im Herzen der Stadt sollten Sie unbedingt Halt machen, denn von hier aus sind es nur wenige Schritte zum Brandenburger Tor und dem Alexanderplatz mit dem Fernsehturm.
Als attraktive Alternative zur Metropole ist ein Abstecher in das beeindruckende Potsdam empfehlenswert. Die Potsdamer Havel hat eine Dichte von Anlegemöglichkeiten, wie es sie auf den gesamten Märkischen Gewässern nicht noch einmal gibt. Mit dem Boot ist die Stadt leicht zu erreichen. Schlendern Sie durch die historische Altstadt und das „Holländische Viertel“. Auch ein Besuch von Schloss Sanssouci darf auf keinen Fall fehlen.
Lernen Sie die vielen Seen in und um Berlin kennen und genießen Sie auch das reichhaltige Angebot der regionalen Küche. An der Berliner Stadtgrenze beginnt im Südosten die Dahme-Seenkette. Am Scharmützelsee lockt der Kurort Bad Saarow mit Restaurants, die bei Gourmets einen sehr guten Ruf haben. Ein besonderer Geheimtipp für Hausbootfreunde ist das Städtchen Brandenburg an der Havel, in dem man mitten im Zentrum anlegen und übernachten kann. Der nahe gelegene Beetzsee sowie der Riewendsee beeindrucken mit feinen Sandstränden auf ihren Inseln, die so manchen an Tahiti erinnern.

