Hausboot mieten in Italien
Nicht nur Venedig für Verliebte
Traumstadt Venedig! „Ich sah die Stadt dem Meer entsteigen, gleich einem Schatz von Zauberhand gehoben“, schrieb der englische Dichter Lord Byron, als er die Lagunenstadt besuchte. An der Faszination rund um die Serenissima, die „Königin der Meere“, hat sich bis heute nichts geändert. Wer an Venedig denkt, sieht im Geiste kostbar gekleidete Menschen mit Vogelmasken, die gerade einer Gondel entsteigen, um sich in den turbulenten Karneval zu stürzen.
Die Lagune von Venedig
Liegehafen: Chioggia
Keiner, der die engen Gassen mit ihren herrlichen Palazzi durchstreift, von den unzähligen Brücken auf das bewegte Leben in den Kanälen blickt oder einen sündhaft teuren Kaffee auf dem Markusplatz trinkt, dem „schönsten Salon“ der Welt, kann sich dem Zauber dieser in Würde gealterten und doch ewig jungen Schönen entziehen. Menschen, die Venedig in allen Himmelsrichtungen erkundet haben, bekommen Lust, auch die Inselwelt rund um die Lagune kennenzulernen. Erfüllen Sie sich diesen Traum an Bord einer Pénichette®!
Zauberhaftes Venedig
Aus dem hässlichen Entlein wurde ein schöner Schwan. So könnte die Geschichte Venedigs beginnen, jener stolzen Schönen, die vor Jahrhunderten ihren Anfang als ärmliche Fischersiedlung nahm. Weltweiter Handel und Wandel ließen sie im Laufe der Zeit zu einer blühenden Metropole heranreifen. Mit dem Reichtum kamen berühmte Architekten und Künstler, die neben dem Dogenpalast und dem Campanile prächtige Kirchen wie San Georgio Maggiore, das Ca d’Oro – das goldene Haus mit seinen filigranen Säulen und byzantinischen Ornamentfeldern – sowie die elegante Rialtobrücke erbauten.
Auf den Besuch all dieser Kostbarkeiten und ein gutes Essen in einer der vielen Trattorien rund um den Canale Grande folgt ein „Bellini“ in Harrry’s Bar in der Calle Vallaresso westlich der Piazza San Marco. Hier wandelt man auf den Spuren des internationalen Jetsets und Legenden wie Orson Welles und Truman Capote, die ihren Absacker hier zu nehmen pflegten. Von dort aus geht auf direktem Weg in den Hafen von San Georgio, wo eine Pénichette® ihre Besatzung erwartet. Dieses wendige, leicht zu manövrierende Hausboot ist wie geschaffen für den schmalen Küstenstreifen, der die Lagune vom offenen Meer trennt.
Rund um die Lagune
Ausgangspunkt der Hausbootreise ist Chioggia, ein schönes Städtchen, das nur durch Brücken mit dem Festland verbunden ist und mit einem sehenswerten Fischmarkt glänzt. Alte Fischerdörfer wie das auf einer schmalen Insel gelegene Pellestrina können von hier aus problemlos angelaufen werden.
Schon in den frühen Morgenstunden passiert das Boot die Friedhofsinsel San Michele und nimmt Kurs auf Murano. Die Insel wurde bereits im 13. Jahrhundert zum Zentrum der Glasbläserkunst. Es ist interessant, den Glasbläsern bei der Ausübung ihrer Kunst zuzusehen, wenn auch viele ihrer in allen Farben des Regensbogens leuchtenden Produkte nicht jedermanns Geschmack entsprechen. Die Nachbarinsel Burano hat einen völlig anderen Charakter. Mit ihren Kanälen und Fischerbooten wirkt sie wie ein Venedig en miniature.
Der schräg geneigte Turm der Inselkirche ist ebenso berühmt wie die traditionsreichen Klöppelspitzen, die hier überall angeboten werden. Und auch der „Gran Risotto di Pesce“ – der große Fischrisotto, an dem sich Hemingway während seiner Besuche labte, erfreut sich großer Beliebtheit. Nur wenige Kilometer entfernt liegt Torcello mit ihrer scheinbar viel zu großen Kirche. Doch als im 7. Jahrhundert die Kirche Santa Maria Assunta – Mariae Himmelfahrt – erbaut wurde, war Torcello eine respektable Handelsstadt.
Im 15. Jahrhundert versandete die Insel und verlor schlagartig an Bedeutung. Heute tummeln sich hier Archäologen aus aller Welt, um nach alten Keramikresten zu fahnden und Ausgrabungen in unmittelbarer Nähe des Doms durchzuführen. Die achteckige byzantinische Kirche Santa Fosca gleich nebenan lohnt in jedem Fall eine Besichtigung. Auch auf Torcello treffen wir wieder auf den umtriebigen Ernest Hemingway, der in der seinerzeit noch rustikalen Herberge „Locanda Cipriano“ Quartier nahm und in dieser ländlichen Abgeschiedenheit an seiner mit dem Nobelpreis ausgezeichneten Erzählung „Der alte Mann und das Meer“ arbeitete. Inzwischen hat sich die einst bescheidene Locanda in ein exklusives Hotel mit feiner teurer Küche verwandelt.
Entlang bewaldeter Ufer
Jetzt heißt es Abschied nehmen von den bezaubernden Inseln mit ihren bunten Häuserfassaden und lebhaften Tavernen. Die Reise führt an dicht bewaldeten Ufern entlang bis Treviso. Zu Römerzeiten eher unbedeutend, kam die Stadt während der Regentschaft Karls des Großen zu Ansehen und besaß die größte Münze in ganz Italien.
Nach der Besichtigung des Palazzo del Trecento und der gotischen Backsteinkirche ist es Zeit für einen erstklassigen Tropfen aus der Region, der hier schlückchenweise in 0,1 Gläschen ausgeschenkt wird. Mancher scherzt, dies geschähe aus Rücksicht auf die Besatzung der Hausboote, die doch unfallfrei den kanalisierten Fluss Brenta passieren sollen, bevor sie das reizvolle grüne Hinterland genießen können!
In der Tat, eine märchenhaft schöne Route führt zu den prachtvollen, vom berühmten Baumeister Palladio errichteten Villen. Diese sollten unbedingt besucht werden, bevor das Boot Kurs auf die schönsten Strände der Adria zwischen Chioggia und Grado nimmt, die zu einem ungetrübten Badeurlaub einladen.
Liegehafen: Chioggia
Anreise: Venedig

